Ergebnisse

"Unsere Erfahrung lehrt, dass virtuelle Angebote für das eigenständige Lernen problematisch sind: ein multimediales Wissensangebot ist vergleichbar einem ?Buch mit anderen Mitteln?, das vom Studenten erarbeitet werden muss. Ein Lernen, das nur auf solchen Angeboten beruht, wird von den Studenten nicht angenommen. (...) Und damit geht diese Lehrform gleitend in eine Präsenzlehre über.
Dagegen werden multimediale Materialien sehr gut akzeptiert, die sich eng an eine Vorlesung (oder genereller an übliche Lehrveranstaltungen) anlehnen. Damit geht das Lernen mit multimedialen Materialien von einer eigenständigen Wissensakquisition über zu einer Form des Nacharbeitens, des Wiederholens und der Vorbereitung auf Prüfungen."
(Zitat aus der Abschlussdokumentation ViKar, Projektsprecher Prof. Dr. P.Deussen)

Die vollständigen Ergebnisse des Projektes wurden auf einer DVD zusammengefasst. Mit dieser DVD liegt Ihnen die vollständige Dokumentation des Virtuellen Hochschulverbundes Karlsruhe vor. Darin werden zusammenfassend die Arbeitsergebnisse aufgeführt. Neben dem Abschlussbericht enthält sie eine ausführliche Sammlung von Materialien, Ergebnissen und Veröffentlichungen, die von den Teilprojekten im Rahmen des Verbundprojektes erarbeitet wurden. Sofern weitere Materialien angesprochen werden, wird auf entsprechende Seiten im Internet verwiesen.

Die DVD kann gegen eine Schutzgebühr von 15 Euro bezogen werden. Bitte nehmen Sie bei Interesse Kontakt mit uns auf.

Die Verbundpartner von ViKar haben während der Laufzeit des Landesprojektes unterschiedliche Arbeiten in Angriff genommen. Das Kernprojekt war dabei sicherlich der ViKar-Campus, dem sich auch diese ViKar-Website umfangreich widmet. Aber auch andere Projekte wurden erfolgreich abgeschlossen und flossen ebenfalls zum Teil als wesentliche Komponenten in den Campus mit ein, zum anderen Teil dienten und erfüllten sie einen eigenständigen Zweck. Hier sollen nun die wichtigsten Projekte vorgestellt werden.

EU-Projekt Rinatech

ViKar beteiligte sich als Partner in dem EU-Projekt Rinatech, in welchem gefördert durch das europäische Leonardo da Vinci Programm verbesserte Möglichkeiten zur Ausbildung und Information in Bezug auf natürliche und technologiche Risiken entwickelt wurden. Diese wurden in Form von Internet-basierten Publikationen für zehn initiale Hauptrisiken bereitgestellt.

Der Rinatech-Projektverband bestand aus Universitäten, Ingenieur- und Design- Institutionen, Erste-Hilfe Organisationen und repräsentativen Zusammenschlüssen von gewählten Gemeindevertretern, wobei mehrere Nationalitäten (Italien, Spanien, Polen, Deutschland, Frankreich, Belgien) vertreten waren.

Die Publikationen der einzelnen Partner leigen typologisiert und in Module aufgeteilt vor. Sie werden ergänzt durch Fragebögen zur Risikoevaluation, durch Stichwortverzeichnisse, durch Fallstudien und Literaturhinweise. Dokumentationsportale verweisen von den behandelten Risiken und den damit verbundenen Problemstellungen auf spezialisierte Webseiten.

Die Trainingsmodule beziehen sich in erster Linie auf gewählte Vertreter und Zivilbeschäftigte kleinerer Gemeinden. Sie sind daher kurz gehalten und ohne Vorkenntnisse auf den jeweiligen Gebieten zu bearbeiten.

Die Module sind im Internet in französischer, englischer, deutscher, italienischer, spanischer und polnischer Sprache veröffentlicht, einige auch in katalanischer Übersetzung. Unter http://www.rinatech.org können sie kostenlos aufgerufen werden.

Ansprechpartner für dieses Projekt ist Herr Günther Reimann.

Weisse Vernunft - Interaktive Architekturgeschichte

Ein Szenarium aus wissenschaftlichem Diskurs und künstlerisch-medialer Gestaltung erschließt ein zentrales Thema der Architektur des 20. Jahrhunderts:

Ausgehend von der 1929 unter der Oberleitung von Walter Gropius und Otto Haesler realisierten Karlsruher Dammerstock-Siedlung werden die Zielsetzungen und Diskussionen der Wohnungs- und Siedlungsreform der Weimarer Republik in exemplarischer Weise vorgestellt.
Die Erschließung des Inhalts erfolgt auf drei Ebenen, die die facettenreiche Thematik gleichberechtigt anbieten und den Benutzer zu ebenso anschaulichen wie informativen Exkursen in die vielschichtigen Aspekte des modernen Siedlungsbaus einladen. Detailreich wird die Entstehungsgeschichte der Dammerstock-Siedlung dokumentiert, die Gruppe der beteiligten Architekten vorgestellt und der Kontext zeitgenössischer Stadtplanung schlaglichtartig erhellt. Ausgewählte Siedlungen, Bauausstellungen der Zeit und der wohnungspolitische Hintergrund erweitern das Spektrum der Betrachtung. Themen wie "wohnreform", "formsprache" und "der neue mensch" eröffnen den übergreifenden Zusammenhang mit den theoretischen Diskussionen und Selbstbegründungen der Zeit.

Der Siedlungsbau der 20er Jahre ist hier erstmals Gegenstand einer multimedialen Anwendung, deren vielschichtigem inhaltlichen Konzept durch eine klare grafische Gestaltung und einen umfangreichen wissenschaftlichen Apparat entsprochen wird.

StudiBot

Der Anstoß zu diesem Projekt erfolgte durch die zunehmende Virtualisierung von Lehre und Studium. Eine Online-Studienberatung mit 24-Std. Service wurde notwendig. Im Rahmen einer Team-Studienarbeit entwickelten Karlsruher Informatik-Studenten einer erste Testversion, die im Jahre 2001 eingeführt wurde und unter Berücksichtigung der Testergebnisse weiterentwickelt wird.

StudiBot beantwortet Fragen, berät interaktiv und bietet Querverweise zu relevanten Informationsseiten in Web. Klärt in direkter Verbindung mit der Studiensituation die aktuelle Problemsituation und unterstützt eine intuitive Navigation mit Beispielfragen zum Anklicken. Die jeweils aktuelle Version kann unter www.studibot.de eingesehen und benutzt werden.

docSafe

"docSafe" bildete den Ausgangpunkt für die Erprobung einer gemeinsamen Projektorganisation. Die beteiligten Studierenden werden über eine neuartige Studienform, dem Projektstudium, an kooperative Lernformen herangeführt, die eine direkte Verbindung zwischen Theorie und Praxis in Form des Projekts "docSafe" beinhaltet. Zugleich entsteht in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Gestaltung Karlsruhe ein Lern- und Informationssystem für die rollenkonkreten Benutzer dieses Produktes.

Motivation für "docSafe" ist die Tatsache, dass heutzutage sowohl auf Grund der höheren Mobilität ortsunabhängiger Zugang zu den persönlichen Dokumenten gewährleistet sein soll, als auch eine einfache Wiederherstellung wichtiger Dokumente im Schadensfall möglich sein soll. Dazu muss der Kunde bei seiner Hausbank eine rechtlich beglaubigte digitale Kopie seiner Dokumente anfertigen lassen, die dann technisch gesichert in einem digitalen Dokumentendepot abgelegt wird. Anschliessend kann der Kunde via Onlinebanking den Auftrag zur Versendung einer physischen beglaubigten Kopie erteilen oder deutschlandweit bei einer Partnerbank der FIDUCIA eine physische beglaubigte Kopie abholen. "docSafe" ist somit eine Internet-Lösung, die sich in das Onlinebanking der Volksbanken und Raiffeisenbanken hervorragend einfügt. Der Kunde erreicht seinen "docSafe" über die vom Onlinebanking angebotene Oberfläche. Hier kann er sich über PIN/TAN oder SmartCard authentifizieren. Es ist vorstellbar, dass auf diesem Wege auch noch weitere Informationsdienstleistungen angeboten werden könnten.

PerSa - der Persönliche Studienassistent

Wenige der bislang im Einsatz befindlichen Lernumgebungen bietet den Nutzern einen allzu hohen Personalisierungsgrad. Meist belassen es die Systemarchitekten bei einer individuell angepassten Sicht auf Termine, Kurse, News etc. und verpassen insbesondere die Möglichkeit von personalisierten Diensten.

Der Persönliche Studienassistent (PerSa) des Virtuellen Hochschulverbundes Karlsruhe füllt diese Lücke. Im ViKar-Verbund, der den Virtuellen Campus vorrangig als Ergänzung der Präsenzlehre der sechs beteiligten Karlsruher Hochschulen sieht, erfüllt der Persönliche Studienassistent die Erwartungen an Blended Learning und kann als Brückenschlag zwischen realer und virtueller Lehre gesehen werden. Obwohl direkt mit dem Virtuellen ViKar-Campus konzipiert und entwickelt, ist er eine eigenständige Komponente und kann daher prinzipiell in jeder beliebigen Lernumgebung eingesetzt werden.

Multimediales Wörterbuch deutscher Bildungsbegriffe

Stellen Sie sich vor, in Australien zu leben und Deutsch als eine Fremdsprache zu lernen. Sie lesen etwa das Hölderlin-Gedicht 'Der Rhein' und wollen nun herausfinden, welche Vorstellungen kulturell interessierte Deutsche oder mit der deutschen Kultur gut Vertraute mit dem Rhein verbinden, woran sie denken, wenn sie auf dieses Wort stoßen. Von Tulla und seiner Rheinbegradigung bis zur Wacht am Rhein, von der chemischen Industrie bis zu den Nibelungen, von der Rheinschifffahrt bis zur Burgenromantik.

Ein konventionelles Lexikon mit seinen in sich weitgehend abgeschlossenen Einträgen zwingt die Benutzer zu aufwendigem Nachschlagen und kann dazu führen, Zusammenhänge zu übersehen. Es bietet den Benutzern auch keinerlei Gewähr für die kulturelle Bedeutung der Informationen.

Die vielfältigen Verbindungen kultureller Themen können in einem multimedialen Werk besser nachgebildet werden als dies in einem konventionellen Lexikon möglich ist, das im Wesentlichen linear konzipiert ist. Eine netzartige, multimedial unterstützte Textstruktur bietet Ihnen darüber hinaus die Möglichkeit, sich gerade so weit in jeden Teilaspekt zu vertiefen, wie dies für Ihre Fragestellung erforderlich ist, ohne Sie durch vorgegebene Wissensstrukturen einzuengen. Der Mehrwert des Wörterbuchs besteht aber insbesondere darin, dass es die assoziativen Strukturen und Vorstellungsgefüge ('mind map') nachbildet, die der Praxis gesellschaftlich-kultureller Gefüge zugrunde liegen. Dies sind die Leitideen unseres Multimedialen Wörterbuchs deutscher Bildungsbegriffe (MWdB).

3D-Campus

Im Rahmen dieses Projektes wurde in experimenteller Form versucht, einen virtuellen Campus aus Anwendersicht zu entwickeln, der als integratives "Tragwerk" nicht nur alle Komponenten und Funktionalitäten beinhaltet, die der Studierende braucht, sondern zusätzlich auch soziologische und psychologische Gesichtspunkte berücksichtigt.

Eine virtuelle Hochschule erfordert neben reinen Lehr- und Lerninhalten auch ein hohes Maß an sozialer Interaktivität, es müssen über textbasierten Chat und Newsgroups hinausgehende Kommunikations- und Kooperationsmöglichkeiten angeboten werden. Neben den Schwerpunkten Kommunikation und Kooperation soll durch Schaffung eines sozialen Rahmens versucht werden, "Einzelkämpfertum" und Anonymität des Fernlernens zu überwinden, den Studierenden die Identifikation mit ihrer Hochschule zu ermöglichen und ihnen ein Gemeinschaftsgefühl zu vermitteln.

Ein experimenteller Prototyp des Campus wurde in VRML (Virtual Reality Modeling Language) entwickelt. Er kombiniert die dreidimensionale Umgebung ("Welt") mit multimedialen und zweidimensional dargestellten Inhalten wie Textinformation, Audio, Video und Animation. Die virtuelle Welt wurde für den Einsatz in einer Mehrbenutzerumgebung konzipiert.

Companion

Das Companion-System ist eine integrierte Lern- und Autorenumgebung für Web Based Training. Während sich viele andere Internet-Lernsysteme vorrangig der Lernerseite widmen, bezieht der Companion-Ansatz bewusst auch die Autorenseite mit ein und strebt eine enge Verzahnung von Lern- und Autorenumgebung an.

Ein wesentlicher Aspekt ist hierbei die Bereitstellung von Werkzeugen und Diensten für Autoren und Lernende. Aus Sicht des Trägerprojekts von zentraler Bedeutung ist zudem die Frage, wie sich die Wiederverwendbarkeit multimedialer Lehrmaterialien erhöhen lässt - sowohl aus technischer als auch aus konzeptionell-didaktischer Sicht.

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